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Cabrio Verdeck Technik  

Verdeck-Material
Stoff-Verdeck
Kunststoff-Verdeck
Hardtop-Verdeck
Kunststoff-Verdeck-Scheibe
Glass-Verdeck-Scheibe
Verdeck-Mechanik

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Verdeck-Material
 
Bei allen Auto-Marken, egal ob Oldtimer, Youngtimer, Gebraucht- oder Neuwagen, besteht das Cabrio-Verdeck entweder aus Stoff oder Kunststoff (PVC / Vinyl). Alle Verdecke haben zusätzlich eine oder mehrere Heckscheiben aus Glas oder Weichplastik (PVC / Vinyl). Ausgenommen sind da nur Fahrzeuge mit versenkbarem Hardtop.
Um festzustellen ob Sie ein Stoff- oder Vinyl-Kunststoff-Verdeck haben, machen Sie einfach den Wassertest. Tragen Sie einige Tropfen Wasser auf das Verdeck auf. Versuchen Sie das Wasser in das Material einzureiben. Wird das Wasser aufgesaugt, handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um ein Stoff-Verdeck. Bleibt das Wasser auf der Oberfläche und perlt ab, ist es ein Vinyl-Kunststoff Verdeck.
 
Stoff-Verdeck
 
Das Cabrio-Stoff-Verdeck, auch gerne als Sonnenland® Verdeck bezeichnet, besteht meistens aus drei Schichten. Die Ober- und Unterschicht besteht aus Stoff, die mittlere Schicht aber aus Gummi. Hier sorgt also eine Gummi-schicht für die nötige Dichtigkeit. Die Bezeichnung „Gummi-Verdeck“ wäre also zutreffender. Die einzelnen Teile des Stoffverdecks sind miteinander vernäht und auf ein Verdeckgestell aufgezogen. Der „Gummi-Stoff“ ist relativ langlebig, jedoch nicht für die Ewigkeit gebaut. Brüche, Risse, Abschürfungen und undichte Nähte führen zu Wassereinbrüchen. Bei einigen Fahrzeugen ist zusätzlich noch ein Innenhimmel mit oder ohne Dämmschicht zwischen dem Oberstoff und dem Innenhimmel verbaut.
 
Kunststoff-Verdeck
 
Das Cabrio-Kunststoff-Verdeck, auch als Vinyl-Verdeck bezeichnet, besteht meistens aus zwei Schichten, dem PVC / Vinyl Obermaterial mit Narbung (Oberflächenstruktur) und der unteren Beschichtung mit Stoff. Die einzelnen Teile des Kunststoffverdecks sind entweder miteinander vernäht oder hochfrequenz-verschweißt. Das ganze Verdeck ist auf ein Verdeckgestell aufgezogen. Das Kunststoff-Verdeck ist relativ langlebig, jedoch nicht für die Ewigkeit gebaut. Brüche, Risse, Abschürfungen und undichte Nähte führen zu Wassereinbrüchen. Bei einigen Fahrzeugen ist zusätzlich noch ein Innenhimmel mit oder ohne Dämmschicht zwischen dem Oberstoff und dem Innenhimmel verbaut. Hochwertige Kunstleder oder bei Mercedes-Benz auch MB-Tex genannt entsprechen in Aufbau und Material dem Vinyl-Verdeck. Die beiden sind also bis auf die Narbung und die Farbe identisch
 
Hardtop-Verdeck
 
Das versenkbare Hardtop besteht aus Blechteilen. Die Blechteile sind unempfindlicher als Stoff- oder Vinyl-Verdecke. Beschädigungen können vom Autolackierer beseitigt werden. Jedoch hat auch diese Verdeckart Ihre Schwachstellen. An den Faltstellen sind Dichtungen verbaut, die im Laufe der Jahre hart und porös werden oder falsch eingeklemmt werden. Die Dichtung verformt sich an der Klemmstelle und sorgt so für einen Wassereinbruch.
 
Kunststoff-Verdeck-Scheibe
 
Heckscheiben aus Weichplastik (PVC / Vinyl) sind meistens mit einem Keder (umlaufende Wulst) eingenäht. Einige Hersteller verwenden aber auch ein Reissverschluß-System mit einem Dichtband, um die Scheibe einfacher austauschen zu können. Dieses System hat sich in der Praxis aber auch als anfällig erwiesen, da es nicht ganz einfach ist die neue Scheibe langfristig abzudichten. Kurzlebiger als der Verdeckstoff sind die Kunststoffscheiben in jedem Fall. Die Plastikscheiben verlieren nach einigen Jahren ihren Weichmacher und das Material wird hart und brüchig. UV-Strahlen, Umwelteinflüsse und falsche Pflege sorgen für einen getrübten Blick. Im schlimmsten Fall wird die Scheibe milchig matt oder die oberste Schicht löst sich ab. In diesem Fall ist eine Reparatur nicht mehr möglich. Häufige Besuche von Waschanlagen mit Bürsten verursachen zusätzlich Kratzer. Waschanlagen mit Lappen sind daher zu bevorzugen, aber auch nicht optimal.
 
Glass-Verdeck-Scheibe
 
Heckscheiben aus Sicherheitsglas sind relativ unempfindlich, jedoch gibt es auch hier Schwachstellen. Die starren Glasscheiben sind entweder mit einem Rahmen und Dichtmitteln im Verdeckmaterial eingeklemmt oder ohne Rahmen eingeklebt. Die Schwachstelle besteht hier in der Verbindung zwischen dem weichen Verdeckmaterial und der harten Scheibe. Besonders bei eingeklebten Scheiben löst sich der Stoff nach einigen Jahren von der Scheibe. Die Feuchtigkeit unterwandert hier im Laufe der Jahre die Verklebung. Vorbeugend hilft hier eine regelmäßige Imprägnierung. Davon betroffen sind zum Beispiel das Audi A4 Cabrio und das VW New Beetle Cabrio. Die Hersteller empfehlen hier ein neues Verdeck. Eine Reparatur ist jedoch möglich.
 
Verdeck-Mechanik
 
Bei Oldtimern wird das Verdeck meist von Hand geöffnet und geschlossen. Bei sorgfältiger Behandung und Pflege ist die Mechanik sehr langlebig. Bei Youngtimern und neueren Fahrzeugen wird das Verdeck automatisch durch Elektromotoren oder eine hydraulische Steuerung geöffnet und geschlossen. Ein Öffnen oder Schließen von Hand ist da nicht vorgesehen. Die Hydraulik, die Elektromotoren und die Sensoren werden mit elektronischen Steuergeräten betrieben. Das ganze System ist in der Regel zuverlässig, bis zu dem Tag an dem auch nur ein Sensor oder Motor versagt oder auch nur leicht klemmt. Dann muss das ganze Steuersystem mit einem speziellen Messsystem überprüft und justiert werden. In vielen Fällen kann das nur in der Markenwerkstatt erledigt werden, weil nur die über das geeignete Messsystem verfügt. Im schlimmsten Fall wird dann alles getauscht und untersucht, bis der kleine Fehler gefunden wurde oder auch nicht. Die nächste Störung kommt dann automatisch mit dem nächsten Platzregen. Aber es gibt ja zum Glück Brücken. Wer ein solches Problem hat, geht nicht zu einer „normalen“ Marken- oder Fachwerkstatt, sondern sucht sich einen erfahrenen Verdeck-Spezialisten, der das Fahrzeug wirklich kennt.